Uwe Seltmann - Gedichte & Co.

Kurzandacht

Verwurzelt

Verwurzelt

Vorweit über zehn Jahren war ich an einem Wochenende unterwegs mit meinem Vater. Im Fichtelbergwald wanderten wir durch unser schönes Erzgebirge.

 

Kurz zuvor hatte dort ein starker Sturm gewütet. Die Bäume waren geknickt wie Streichhölzer. Viele Fichten lagen mitsamt ihrer flachen Wurzeln im zerstörten Wald.

 

Doch ein einzelner Baum schien dem Sturm getrotzt zu haben.

Mitten zwischen all diesen kaputten und umgefallenen Bäumen stand eine Buche mit ihrem ausgeprägten Wurzelsystem.

 

Mein Vater meinte daraufhin: "So wie diese Buche muss man in Jesus Christus verwurzelt sein, um die Stürme des Lebens zu bestehen."

 

Auch wir befinden uns derzeit in einer stürmischen Zeit. Krankheitsnöte drohen, die Weltwirtschaft scheint ins Chaos zu stürzen und die politischen Systeme bieten keine Sicherheiten mehr 

 

Gerade in einer solchen Zeit benötigt man einen Halt, eine tief und weit verzweigte Wurzel, die den Stürmen standhält.

 

Ich hoffe, dass du diese in Christus bereits gefunden hast. Nur er kann dir Sicherheit bieten. Systeme und Währungen zerbrechen immer wieder. Krankheiten gehören zu dieser Welt.

 

Jesus Christus jedoch hat diese Welt überwunden und bietet dir Halt in aller Verunsicherung, Not und Angst.

Sei und bleibe in ihm verwurzelt. Dann überstehst du auch die Stürme, welche über uns hereinbrechen.

© Uwe Seltmann

März 2020

Gott ist größer

Gott ist größer

 

Wir erleben eine schwierige Zeit. Der Corona-Virus greift um sich und keiner weiß, was ihn erwartet.

 

Liest man aktuelle Berichte aus Italien, erfährt man viel über Leid und Tod, aber auch Aufopferung und Hilfsbereitschaft.

 

Wird es auch bei uns zu solchen Zuständen kommen? Werden auch meine Familie und ich selbst betroffen sein? Sogar an den Tod denkt man in dieser Zeit.

 

Auch die wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Ausmaße der Corona-Pandemie sind nicht einzuschätzen. Die Welt wird sich radikal verändern.

 

Manche Menschen fragen in dieser Zeit "wo ist Gott, wenn er dies alles zulässt?" Andere wollen von Gott nichts wissen. Glauben nur an die Kraft der Menschen und fühlen sich verloren.

 

Wo aber ist Gott? Gott ist überall gegenwärtig. Er ist nicht der Baum oder die Luft, welche dich umgibt. Aber er ist der Schöpfer all dessen. Gott schuf diese Erde zum Wohle der Menschen. Jedoch der Mensch entschied sich gegen Gott. So kamen Leid und Krankheit in diese Welt.

 

Trotzdem wollte Gott diese Menschheit nicht ihrem Schicksal überlassen. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus, damit dieser unsere Fehler, Lügen und Sünden am Kreuz von Golgatha auf sich nahm und dort für die Menschheit starb.

Wer an ihn glaubt, erhält ewiges Leben, auch wenn er stirbt. Dies ist die Grundaussage des Neuen Testamentes. 

 

Wir leben in einer gefallenen und zerstörten Welt, deren Zeit jedoch begrenzt ist. 

Auch dies lesen wir in der Bibel. Das Ende dieser Erde wird durch verschiedene Merkmale geprägt, welche Jesus in seiner Endzeitpredigt (Lukas 21) schildert. Dazu gehören Christenverfolgung, Kriege, Naturkatastrophen und Seuchen.

 

Ist es diese Zeit, in welcher wir uns aktuell befinden? Dies zu bejahen oder verneinen ist kaum möglich. Viele Endzeiten wurden bereits erwartet und wieder abgesagt. 

Jedoch eines ist unveränderlich: Die Wahrheit liegt bei Gott. Nicht Gott bestraft diese Welt, sondern die Welt ist durch ihre Gottesferne gestraft.

 

Darum reicht uns Jesus seine Hand und wird selbst zum Ziel des Lebens. 

Wer an ihn glaubt, gewinnt das Leben. Und dieses Leben geht über das Irdische hinaus. Es wird ein Leben in einer erneuerten Welt geben, in welcher es weder Leid noch Krankheit, weder Verfolgung noch Krieg gibt.

 

Hier schließt sich wieder der Kreis Gottes, welcher die Welt ursprünglich so geschaffen hat. Der Mensch, welcher Gott ablehnte, tritt durch Jesus Christus wieder in die Vollendung ein. Jeder hat diese Chance.

Auch du.

 

© Uwe Seltmann

März 2020

 

 

 

 

Schau auf Jesus / März 2020

"Schau auf Jesus und sein Licht. Alles andere hilft dir nicht."

Dies war der Leitspruch meiner Eltern, welcher sie durch das Leben führte.

 

Dies waren nicht immer einfache Zeiten. Geboren vor fast 100 Jahren, durchlebten sie den 2. Weltkrieg.

Meine Mutter sah das brennende Dresden, welches sinnlos bombardiert wurde. Mein Vater kämpfte an verschiedenen Fronten mit anschließender jahrelanger Gefangenschaft. Später erkrankte er an Tuberkulose und Silikose und war ein Kandidat des Todes.

 

Doch durch all diese Zeiten, besonders in schwerer Krankheitsnot, erlebten sie Jesus Christus als ihren Erlöser. 

Vielleicht schien sein Licht manchmal weit entfernt. War eher das Licht am Ende des Tunnels.

Aber trotzdem war dieses Licht da. Es zeigte Orientierung und war Richtlinie, um die Schwierigkeiten des Lebens zu überwinden.

 

Auch wir können in den schwierigen Zeiten, die Deutschland und jeder Einzelne momentan durchleben, auf dieses Licht schauen. Es gilt, durch den Tunnel hindurch zu kommen, indem man sich auf Jesus ausrichtet. Wir sollten uns nicht durch Nöte zuschütten und durch Sorgen vernebeln lassen. Das Licht Gottes scheint weiter auf dieser Welt.

 

© Uwe Seltmann

März 2020

Lichtmess 02.02.2020

Gute Nacht Christkind - Andacht zum 02.02.2020

 

Heute ist es wieder zu Bett gegangen. Unser Christkind wurde mit all den anderen Weihnachtssachen wieder in seinem Schrank verstaut. Jetzt hat es wieder 10 Monate Ruhe. Bis es dann zum Weihnachtsfest 2020 wieder herausgeholt und ans Fenster gestellt wird.

Es ist halt unser Christkind. Und wir legen fest, wann es aufgestellt und wieder verstaut wird. Ganz anders verhält es sich mit dem „echten Christkind“. Dieses können wir nicht einfach verstauen  und aus unserem Leben entfernen. Das „echte Christkind“, Jesus Christus ist ständig präsent. Überall und Immer. Egal, ob wir das wollen oder nicht. Diesen Christus, durch den die Welt geschaffen und auf den sie wieder hingeht, kann man nicht einfach aus seinem Leben entfernen. Man kann ihn ignorieren, seine Existenz leugnen und ihn sogar hassen. Aber er ist trotzdem da, ob ich es will oder nicht.

Dieses Christkind kennt uns und unser Leben. Es hat sein Leben für uns gegeben. Und so gehen wir in den nächsten Monaten auf das zweite große christliche Fest, auf Ostern zu. Da ist Jesus nicht nur das kleine Christkind in der Krippe, sondern der junge Mann, der sterbend am Kreuz hängt und von vielen Menschen verspottet wird.

Doch dieser Spott wird am Ende der Weltenzeit vielen Menschen teuer aufstoßen. Denn dieses Christkind und dieser am Kreuz sterbende Mann ist gleichzeitig der Richter der Welt.

Bist du bereit für sein Gericht? Oder schiebst du ihn immer wieder in ein Versteck, damit du Ruhe vor Gott hast? Denn er ist gleichzeitig der wahre Gott. Anfang und Ende dieser Welt liegt in seiner Hand. Und somit auch du. Jedoch hat jeder Mensch die Möglichkeit, diesen Gott in sein Leben zu lassen.

Damit dieses so bleibt, ist es auch wichtig, für die Freiheit und unsere christlichen Traditionen einzutreten und diese nicht einfach aus unserem Leben und der Gesellschaft zu entfernen. Zu diesen Traditionen gehört auch „Mariä Lichtmess“, welche wir heute feiern und damit die Weihnachtszeit beenden. Der 3. Heilige Abend ist heute vielen Menschen genauso wenig ein Begriff, wie Christus selbst. Jedoch gibt es Regionen, wie das Erzgebirge, wo auch dieser Tag noch seine Bedeutung hat. In vielen Orten sind bis dahin die Fenster und Stuben weihnachtlich geschmückt. So leuchten die Schwippbögen, Pyramiden und eben auch Christkinder in die Welt hinaus.

Darum „Gute Nacht Christkind und vielen Dank, dass du auch in dieser Weihnachtszeit wieder vielen Menschen geleuchtet hast. Auch wenn du jetzt wie die anderen Weihnachtssachen wieder verstaut wirst, hat das wahre Christkind einen Platz in unserem Herzen.“

Uwe Seltmann

02.02.2020

Januar 2020

Das Kreuz auf meinem Bild steht auf dem Bärenstein im Erzgebirge. Von dort bietet sich ein herrlicher Blick ins Obere Erzgebirge. 

Man spürt beim Blick ins Tal, wie z. B. auf die Talsperre Cranzahl, wie klein Manches aus dieser Sichtweise wird.

Von hoch Oben wirken die Dinge, welche im Tal groß und unüberwindbar scheinen, ganz klein.

Die Sicht von Oben, vom Kreuz, lässt vieles anders erscheinen, als der Blick aus dem Tal. 

Komme auch du aus deinem Tal der Sorgen heraus, schaue auf das Kreuz und erklimme den Berg der Freiheit.

Dieser zeigt dir eine neue Sichtweise. Den Blick von Oben auf dein Leben.

Mit diesem Blick wird mancher Riese in deinem Leben zum Zwerg. Was unüberwindbar schien, ist auf einmal ganz klein.

Ich wünsche dir Gottes Segen und den Blick vom Kreuz auf dein Leben.

Uwe Seltmann

Advent 2019

Losung November 2019

Monatslosung November:

"Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt." Hiob 19, 25

 

Egal, in welcher Situation du dich gerade befindest. Vielleicht bist du krank oder gerade arbeitslos geworden. Vielleicht erlebst du momentan eine schwere Krise oder musstest Abschied von einem dir nahen Menschen nehmen. Du hast eventuell erlebt, wie jemand an einer unheilbaren Krankheit verstorben ist.

Doch in all diesen Situationen kannst du auf das Wort von Hiob schauen: "Ich weiß, das mein Erlöser lebt."

Und da Jesus Christus lebt und den Tod überwunden hat, darfst auch du darauf vertrauen, dass du diese Situation überwindest. Deine Einsamkeit, die Krankheit oder was auch immer du gerade erlebst, hat einer in der Hand. Nämlich dieser Erlöser Jesus Christus, der am Kreuz für dich gestorben ist. Auch wenn du nicht gleich geheilt oder aus deiner Einsamkeit befreit wirst, bietet er dir seine Heilung und Gemeinschaft an. Greif zu. Denn die Gemeinschaft mit IHM ist nicht nur von Dauer, sondern für die Ewigkeit.